IN DER ABSCHLUSSRUNDE MIT DEN TEILNEHMERN DES LETZTEN ART OF BEING-TRAININGS (10/2008)
Als wir vorhin mit unserer Runde anfingen, erinnerte ich mich an den Schluss des letzten Body, Heart & Soul-Trainings, das vor ein paar Monaten geendet hat. Ich sagte damals, es sei das beste Training gewesen, das jemals stattgefunden hätte, und ich habe mit den anderen darüber gelacht, dass ich das über das Training davor auch schon gesagt hatte und wahrscheinlich auch über das nächste Training sagen werde. Wisst ihr, es ist wunderschön, dass es sich auch wirklich so anfühlt.
Ich selbst bin so genährt von der Kraft und der Tiefe, von der Wahrheit und Authentizität eurer Teilnahme an diesem Training. Um es einfach zu sagen: Ich liebe es, wie ernst es euch allen damit ist, weil das, was uns wirklich ernst ist, wichtig ist. Ich empfinde euch gegenüber eine tiefe Dankbarkeit dafür, dass ihr euch getraut und dass ihr vertraut habt, dass ihr nach 17 Monaten immer noch da seid. Und ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass ich jemals in einem Training eine solch umfassende Transformation gesehen habe wie in diesem.
Euch jetzt zuzuhören ist das beste Zeugnis für das, was wir hier gelebt haben, und mit jedem von euch habe ich meine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht. Und ihr wisst, auch ich bin in den letzten 17 Monaten durch Veränderungen gegangen, so wie ich es in den letzten 17 Jahren und letzten 17 Leben getan habe! Ich liebe diesen Tanz des Seins, seine Unendlichkeit. Ich mag es, dass wir immer am Anfang stehen. Für mich gibt es keinen wichtigeren Ort. Die Momente, in denen ich das wirklich gespürt habe, waren die, wenn ich hier saß und zusah, wie einige von euch so sehr mit ihrem Persönlichkeitskram zu kämpfen hatten, wie ihr gefangen wart in den Wunden eurer Kindheit und eurer Erziehung, genauso wie ich es einmal war. In den ersten Kapiteln meines Buchs steht die ganze Geschichte.
Wenn ich euch bei euren Kämpfen erlebte, gab es für mich schöne Momente, in denen ich erkannte: Das Einzige, was man letztendlich tun kann, ist sich zu trauen, loszulassen – den Mut zu finden, einfach die Persönlichkeit und ihre Geschichte loszulassen. Euer Persönlichkeitskram ist, wie bei jedem anderen auch, so ein Mist, und der einzige Ort, an dem man sein sollte, ist der, auf den es ankommt: Hier und Jetzt, präsent im ganzen Wesen. Genau dort entdeckt ihr, dass all eure Kraftquellen, eure ganze Kreativität, euer Strahlen, eure Verspieltheit und alles, was ihr dem Leben, anderen Menschen, dieser verrückten Welt zu geben habt – euer Bestes –, durch eure Präsenz kommt. Man kann es immer nur im Moment entdecken. Da ist für Theorie keine Zeit, weil der Moment nicht genügend Zeit hat, um eine Theorie zu enthalten. Das entdeckt ihr, wenn ihr beobachtet! Ihr lasst los, und eure Präsenz ist brillant. Vielleicht dauert es nur ein paar Sekunden, vielleicht auch viel länger. Es verwandelt euch in jedem Fall. Für immer! Das ist das, worum es für mich bei der Transformation geht.
Eure heutigen Worte haben die Bedeutung des Trainings mit einem goldenen Siegel versehen. Ihr schenkt mir so unglaublich viel Mut und Bestätigung, weiterhin solche langen Trainings anzubieten. Dorthin, wo wir gehen, können wir nur deshalb gehen, weil wir uns entschieden haben, miteinander diese lange Reise zu machen.
Zur Tiefe dieses 4. Kreises gehören der 3., der 2. und der 1. Kreis. Und in den Monaten zwischen den vier Kreisen sitze ich vielleicht am anderen Ende der Welt und sehe zu, wie in eurer e-Group all diese e-Mails hin- und hergehen. Selbst wenn ich keine Zeit habe, sie alle zu lesen, selbst wenn ich sie nur überfliege, kann ich fühlen, wie jeder mit jedem spricht. Ja, und manchmal bin auch ich dabei, und was ich da spüre, ist nicht das ganze Geplauder, sondern die Seele von uns allen mit ihrer Bereitschaft zu erwachen, sich zu öffnen und heil zu werden. Ich habe das noch nie so lebhaft wie in diesem Training gespürt.
C., du sagtest, wir hätten dein Herz immer und immer wieder gebrochen. Ich sehe, wie wunderschön offen dein so oftmals gebrochenes Herz ist. Das gehört für mich zu den großen Segnungen und Geschenken dieses Raumes, dieses Art of Being-Kreises. Ich glaube nicht, dass hier das Herz von irgendjemand gebrochen wird. Ich denke, dass der Bruch, der schon da war, sich hier weiter öffnet. Das verletzte Herz bricht auf.
Das gilt für euch alle: wegen der Tränen, die ihr vergossen habt und der Schmerzen, die ihr bereit wart zu fühlen, wegen die Angst, die ihr angenommen habt, der Bereitschaft, durch die Wut zur Verletzlichkeit durchzudringen, die sie beschützt , wegen eures Vertrauens und des Mutes, in euch das zu finden, was wirklich zählt – ich fühle mich euch allen so nahe! Genau so lernen wir, unser Leben mit Liebe und Bewusstheit zu feiern.
Und R., ich habe so ein gutes Gefühl, wenn ich dich sagen höre: „Alan, zu Beginn mochte ich dich nicht leiden.“ Das Kind in mir mag, dass du mich nicht mochtest und mich jetzt doch magst! Ich habe auch etwas sehr Wichtiges in dem erkannt, was du gesagt hast. Ich weiß, dass manche von euch mich von Anfang an mochten, aber wirklich wichtig ist, dass diejenigen unter euch, die mich nicht mochten, trotzdem dageblieben sind. Ihr habt es beiseite gestellt. Etwas in euch hatte das Bedürfnis, an diesem Training teilzunehmen, egal wer Alan ist. Das ist lustig, denn genau so bin ich auch hier. Es ist nicht ganz meine freie Entscheidung. Ich diene einer Sache, die es erfordert, dass ich hier bin. Es ist dasselbe, was mich auch letzte Nacht bis 4 Uhr wachgehalten hat, damit ich diese halbstündige Meditation für euch vorbereiten kann, selbst wenn Alan schlafen gehen will.
Ich muss das ehren, was wirklich zählt, und ich möchte euch ermutigen, immer darauf zu vertrauen, dass eure kleinen persönlichen Abneigungen nicht das sind, was wichtig ist. Wenn ihr eure Entscheidungen von ihnen abhängig macht, dann lebt ihr ein sehr kleines und begrenztes Leben. Was wir hier leben, wird groß. Ihr seid eingeladen, es unermesslich groß werden zu lassen. Das geschieht dann, wenn wir uns nicht an unseren kleinen Vorlieben und Abneigungen aufhängen. Präsent zu werden bedeutet, sie immer wieder loszulassen. Im Hier und Jetzt gibt es kein Mögen oder nicht Mögen. Das ist eines der heiligen Mysterien.
Ach, und jemand von euch meinte, er sei ein Workshop-Junkie. Das einzige, was ich dazu sagen möchte: Wir sind alle süchtig. Das hat etwas mit der Kraft des 2. Chakras zu tun. Es kommt allerdings darauf an, wonach wir süchtig sind. Es ist sehr kreativ, nach etwas süchtig zu sein, das einem hilft, von der Sucht wegzukommen.
Ich bin sicher, dass ich viele von euch wiedersehen werde. Und für diejenigen von euch, die ich nicht wiedersehen werde, aus welchen Gründen auch immer: Ich wünsche euch ein schönes Leben, und ich weiß, dass unsere Seelen Seite an Seite tanzen. Bon voyage!
